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Nachstehender Artikel wurde von Gerhard Laber (Herausgeber der Zeitschrift "BIKER in Österreich") in der Ausgabe März/April 2004 veröffentlicht.

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Komfort fürs Sitzfleisch |
Wer kennt das Problem nicht? Ein neues Bike, oft auch mit viel Zubehör bedacht, alles passt und man hechelt der ersten großen Ausfahrt entgegen. Dann, nach einigen hundert Kilometern, zwickt das Sitzfleisch, krümmt sich der Rücken. Zu alt fürs Motorradfahren? Mitnichten, in der Regel helfen da ein paar Zentimeter um das Lebensgefühl auf zwei Räder wieder anzuheben. Ein paar Zentimeter, vom Fachmann richtig umverteilt, und jede Sitzbank ist maßgeschneidert auf die zwei Backen, die fortan tausende Kilometer und damit unzählige Stunden darauf verbringen. Oder darf es einfach nur eine Veredelung fürs topgestylte Custombike sein?
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Der Fachmann dafür ist Wolfgang Bauer aus Wien 16. Der gelernte Sattler betreibt seit 1996 die Kunst des Veredelns von allem, was man nur irgendwie mit Stoff, Leder oder sonstigen Materialien überziehen kann. Waren es zu Anfang vornehmlich Autobezüge und Tops, so änderte der begeisterte Motorradfahrer bald sein Hauptbetätigungsfeld hin zu Motorradsitzbänken. Das heißt aber nicht, dass andere Produktionen unbeachtet bleiben. Zum Zeitpunkt unseres Besuches werkte Wolfgang gerade an einem Flugzeugsitz für einen Segelflieger, abholbereit, weil eben fertig geworden, war ein mit Elefantenhaut (hatte der Kunde geliefert) überzogener Koffer. Im Jahr 2000 wurde dann das derzeit aktuelle Geschäft in der Wichtelgasse 47 eröffnet. Bald schon war "Autosattler Bauer" ein Geheimtipp in der Schrauberszene und in der Folge mehrten sich auch Kundenwünsche für die einfachsten Arbeiten wie eine Sitzbank um einige Zentimeter tiefer zu legen, damit man eine bessere Standfestigkeit auf dem Bike erreicht.
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 Einfache und komplizierte Ausführungen |
Gewerkt wird rund um die Uhr, da der Einfallsreichtum der Kunden schier unerschöpflich ist. Die Spanne geht hierbei von den erwähnten einfachen Tapezierungen bis hin zu Extremwerken mit 282 Teilen, alle einzeln gefertigt und zusammengenäht. Logisch, dass hier der Zeitaufwand mit rund 40 Stunden "etwas" mehr kostet als ein 08/15 Lederbezug. Dafür kann man aber auch ein absolutes Unikat sein eigen nennen. Die Marke "Farmers" ist inzwischen auf einer Motorradsitzbank fast schon so ein Statussymbol wie klein gestickte Krokodile auf diversen Polo-Shirts. Aber auch innovative Erfindungen wie Gel-Einlagen aus dem medizinischen Bereich (welche für Rollstühle verwendet werden), Sitze mit verstellbarer Luftfederung und Heizung für die Ganzjahresfahrer oder den etwas zarter besaiteten Zweiradler. |
Einige der zahlreichen Highlights bisheriger Produktionen zeigen wir hier, mit Rat und Tat für weitere Unikate steht Wolfgang Bauer gerne zur Verfügung. |
 Das Bike des Meisters |
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| Copyright © Autosattler Bauer |
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